Welche Typen von Feuerlöschern gibt es eigentlich und wo liegt der Unterschied?

Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Auflade-Feuerlöschern und Dauerdruck-Feuerlöschern.

Feuerlöscher dienen immer zu einem Zweck: Im Brandfall das Feuer so schnell wie möglich zu löschen und schlimmere Folgeschäden zu vermeiden. Doch welcher Feuerlöscher ist jetzt der Richtige und auch für den möglich entstehenden Brandfall geeignet? Grundsätzlich gibt es verschiedene Feuerlöscher-Arten sowie Feuerlöscher-Typen. In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen den Feuerlöscher-Typen: Aufladelöscher und Dauerdrucklöscher.

Zunächst differenzieren sich beide Feuerlöscher-Typen im technischen Aufbau des Löschers. Hieraus ergibt sich wiederum auch eine Unterscheidung in der Nutzung und Wartung des Feuerlöschers sowie in den vorliegenden Sicherheitsvorgaben.  

Nehmen wir uns hierzu mal das Beispiel eines Autos. Sowohl ein SUV/ Geländewagen als auch ein Kleinwagen dienen demselben Zweck: Den Fahrer sicher von A nach B zu bringen. Jedoch unterscheiden sich beide KFZ-Typen im technischen Aufbau und natürlich auch im Erscheinungsbild, was bei den Feuerlöscher-Typen nun nicht unbedingt der Fall ist. Betrachten wir den technischen Aufbau, so wurde im Geländewagen sicherlich schon ein größerer Motor verbaut, als es im Kleinwagen der Fall ist. Demnach gestaltet sich die Inspektion des Geländewagens auch anders als die des Kleinwagens. 

Dieses Beispiel ist so auch bei unseren Feuerlöscher-Typen zu erklären. Beide Geräte-Typen löschen im Brandfall zuverlässig das Feuer und erfüllen somit denselben Zweck. Kommt es aber zu einer Wartung bzw. wie im Auto-Beispiel zu einer Inspektion müssen die Brandschutz-Experten nach unterschiedlichen Vorgehensweisen beide Feuerlöscher-Typen prüfen und Instand halten.

Aber was ist denn jetzt genau ein Aufladelöscher und was ist ein Dauerdrucklöscher? Wir erklären Ihnen beide Geräte-Typen und zeigen die Vor- und Nachteile auf: 

Was ist ein Dauerdruck-Feuerlöscher? 

Wie der Name es schon vermuten lässt, steht der Behälter bei Dauerdrucklöschern unter permanenten Druck. Daher ist eine Aktivierung des Feuerlöschers nicht notwendig. Vor Verwendung des Feuerlöschers ist dieser lediglich zu entsichern. Das Löschmittel und Treibmittel sind bei diesem Geräte-Typ zusammen in einem Behälter. Oft werden diese Löscher-Typen auch „Standard-Feuerlöscher“ oder „Permanentlöscher“ genannt. Dauerdruck-Geräte sind in folgenden Feuerlöscher-Arten erhältlich: Schaum-, Pulver-, Wasser- und CO2-Feuerlöscher. Zudem sind unter Dauerdruck-Geräten noch folgende Speziallöscher-Arten zu nennen: Fett-, Metall- und Lithium-Brand-Feuerlöscher.

Vorteile des Dauerdruck-Feuerlöschers: 

  • niedriger Anschaffungspreis durch einfache Konstruktionsweise
  • einfache Verwendung des Feuerlöschers
  • einfache Wartung
  • Der Druck im Behälter kann bei den meisten Dauerdruckgeräten durch ein außenliegendes Manometer überprüft werden. 

Nachteile des Dauerdruck-Feuerlöschers:

  • Bei nicht regelmäßiger Wartung kann ein schleichender Druckverlust nicht ausgeschlossen werden.
  • Zur Wartung des Gerätes muss zunächst der Druck über ein kleines Prüf- und Füllventil abgelassen werden. Um die Dichtigkeit des Behälters nochmals zu überprüfen ist eine längere Prüfdauer vor Ort erforderlich (dies entfällt bei der Feuerlöscher-Miete, da hier keine Wartungstermine vor Ort notwendig sind). 

Was ist ein Auflade-Feuerlöscher? 

Auch hier verrät der Feuerlöscher schon durch seinen Namen die Funktionsweise. Aufladelöscher beinhalten eine Treibmittel-Patrone (Treibmittel kann Stickstoff oder CO2 sein) im Behälter, welche im Brandfall das vorhandene Löschmittel unter Druck setzt. Der Feuerlöscher wird also aufgeladen. Das Löschmittel und das Treibmittel werden bei diesem Geräte-Typ getrennt voneinander im Behälter aufbewahrt. Vor Einsatz des Feuerlöschers steht dieser somit nicht unter Druck. Erst bei Verwendung des Aufladelöschers muss dieser durch Drücken des Push-Buttons oder der Schnabelamartur zunächst aktiviert werden. Hierbei verbinden sich Lösch- und Treibmittel miteinander und der Feuerlöscher ist sekundenspäter einsatzbereit.   

Auflade-Feuerlöscher gibt es als Schaum-, Pulver- und Wasser-Feuerlöscher, jedoch nicht als CO2-Löscher. Auch unter den Aufladegeräten sind zudem die Speziallöscher Fett-, Metall- und Lithium-Brand-Feuerlöscher zu nennen.

Vorteile des Auflade-Feuerlöschers: 

  • Da der Feuerlöscher vor Verwendung nicht unter Druck steht, können im Normalfall keine Undichtigkeiten entstehen.
  • Feuerlöscher kann zur Wartung ohne großen Aufwand geöffnet werden.
  • Der Füllstand der Treibmittel-Patrone kann durch das aufgedruckte Gewicht leicht überprüft werden.

Nachteile des Auflade-Feuerlöschers:

  • hoher Anschaffungspreis aufgrund aufwändiger Konstruktionsweise
  • Der Schlagknopf, der den Feuerlöscher im Ernstfall auslöst, kann durch äußere Einwirkung Schäden genommen haben und somit nicht auslösen.
  • Durch Bersten des Behälters (bereits leichte Deformierungen am Behälter reichen aus) kann es zu Unfällen mit dem Feuerlöscher kommen.

Letztendlich dienen beide Feuerlöscher-Typen dem Zweck, im Ernstfall Brände zu löschen. Lediglich die Funktionsweise unterscheidet beide Geräte-Typen voneinander. Da, besonders in Deutschland, solch wichtige Gerätschaften wie bspw. Feuerlöscher strenger Auflagen und Prüfungen unterliegen, kann man sich sicher sein, dass sowohl ein Auflade- als auch ein Dauerdruck-Feuerlöscher bei regelmäßiger Wartung alle zwei Jahre im Brandfall alle Beteiligten vor Schlimmeren bewahrt.

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